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Die Geschichte der Shapog-Gûr
Der Osten Mittelerdes sprüht Hass und Dunkelheit in die Welt. Im Land der Schatten tun sich brennende Wolkenwände auf,
tiefes Donnergrollen lässt dumpfe Echos über die Erde hallen; das Böse macht sich bereit ein weiteres Mal den Krieg zu den
Shara zu tragen. Im Lande Murdur erhebt sich eine dunkle Gestalt aus den Schatten. Der Mund Saurons; schwarzer
Númenorer, Statthalter des schwarzen Turms Barad-dûr.
Einst hatte er sich in die Dienste Saurons gestellt und war ein mächtiger Hexenmeister geworden,
der sein Leben dank schwarzer Magie beträchtlich verlängern konnte. Doch seine gegenwärtigen
Errungenschaften und Besitztümer waren ihm mit der Zeit nicht mehr genug gewesen. Er strebte
nach mehr Stärke, mehr Ansehen und mehr Obrigkeit. Und vor allem wollte er die Vernichtung
der Menschen, die immer noch Widerstand gegen Murdur leisteten. Die bleichen Shara waren ihm
ein Dorn im Auge und er spürte, dass es an der Zeit war gegen sie zu ziehen. Das Auge war
schon lange voller Rachgier und Feindseligkeit angesichts seiner Feinde. Wenn er, Der Statthalter,
es schaffte die Shara zu schwächen und Murdur Ruhm einzufahren, dann könnte er mit Sicherheit
die Gunst des Auges auf sich ziehen und gewisse Vorrechte erlangen.
Er verfiel in düstere Grübeleien darüber, wie er seine Ziele verwirklichen konnte. Lange brütete er
zurückgezogen in seinem Turm und befragte seine hohen Feldherren; große Maugoth aus der Rasse
der Dûra-hai, würdig genug unter seine Augen zu treten. Schon bald ereiferte er sich seinen
ausgetüftelten Plan in die Tat umzusetzen. Der erste Befehl lautete zähe Nadak aus Udûn, den
nördlichen Gebirgen Murdurs, zusammenrufen zu lassen. Sie sollten eine Streitmacht bilden,
welche die Menschen aus der nahe gelegenen Stadt Osgiliath endgültig hinweg fegen sollte.
Der Statthalter beauftragte seine Maugoth die Rekrutierungen vorzunehmen und ihm die
zusammen getriebenen Nadak zu liefern.
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